Von: Theo Joos, Grossrat und Medienverantwortlicher Wahlen 2011
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Der am Dienstag, 13. September von der CVP durchgeführte Diskussionsanlass wurde eingeleitet durch die Taufe eines neuen Allegra-Zuges der RhB.

Mit den prominenten Taufpaten
Bundesrätin Doris Leuthard und Ständeratskandidat
Stefan Engler wurde der Zug auf den Namen „Simeon Bavier“ getauft - zu Ehren des ersten Bündner Bundesrates in den Jahren 1879 bis 1882.
Finanzierung Öffentlicher Verkehr In Ihrem Referat strich Bundesrätin Doris Leuthard die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung von verlässlichen und leistungsfähigen Verkehrsinfrastrukturen hervor. Dies sei eine zentrale Aufgabe der Bundesregierung, wie auch die Verlagerung von Gütern auf die Schiene, wo wir international bereits einen Spitzenplatz belegen. Dabei werden die Ost-/West-Achse und die NEAT Gotthard-Linie ausgebaut und Verbindungen zwischen den Zentren schneller und leistungsfähiger gemacht. Für den Ausbau und Unterhalt der Infrastruktur wäre jährlich 1 Mia. Franken notwendig – dafür fehle heute aber die Hälfte der Mittel. Darum müsse mit einer Erhöhung der Preise für Autobahnvignetten und Bahnbillete gerechnet werden.
Auf dem Podium standen RhB-Direktor Hans Amacker, CVP-Ständeratskandidat Stefan Engler sowie die CVP-Nationalratskandidaten Elita Florin-Caluori und Tino Zanetti dem Gesprächsleiter Christian Buxhofer, Chefredaktor des Bündner Tagblatts, Red und Antwort.
Stefan Engler zeigt sich besorgt über die Beschaffung der benötigten Mittel für den Ausbau und Unterhalt des RhB-Netzes - insbesondere stehe die Sanierung des Albulatunnels an. Engpässe auf dem Schienennetz müssen gemäss dem RhB-Präsidenten ausgebaut und neue grosse Erschliessungsprojekte frühzeitig geplant werden.
Hans Amacker erläutert den Nutzen des Halbstundentakts und betont, dass solche Verdichtungen nur dort vorgenommen würden, wo auch eine Nachfrage dafür bestehe. Auf die Frage nach finanziellen Wünschen an den Bund erklärt Amacker, dass es nicht nur eine Frage der Bundesbeiträge sei, sondern eher davon, ob wichtige Projekte in nützlicher Frist umgesetzt werden können.
Elita Florin-Caluori wies darauf hin, dass für die Bevölkerung in Graubünden nicht nur gute Verbindungen nach Chur wichtig sind, sondern diese bis ins Unterland angeboten würden. Dafür müssten wir bereit sein, etwas mehr zu bezahlen aber dabei auf Pendler und Familien Rücksicht nehmen. Die CVP-Nationalratskandidatin bedauert sehr, dass Porta Alpina nicht realisiert worden ist, sie wäre für Graubünden eine Perle gewesen.
Tino Zanetti lobte die systematische Zustandsaufnahme der Kunstbauten durch die RhB und setzt auf den seriösen Unterhalt der Infrastrukturen. Die Bernina-Linie sei mit dem Unseco-Weltkulturerbe sehr gut positioniert. Zanetti spricht sich für eine Erhöhung der Preise der Autobahnvignetten aus, wobei dafür eventuell eine Rückvergütung für Tagestouristen in Betracht gezogen werden könne.
Der sehr gut besuchte Anlass wurde abgerundet durch ein Apéro und musikalische Unterhaltung mit den „Vazer Buaba“ in der RhB-Werkstätte.