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Erschienen am 24.11.2011

CVP Fraktion des Grossen Rates für Kantonssprache als erste Fremdsprache


Von: Beat Niederer, Grossrat, Mediensprecher Fraktion



 
Anlässlich ihrer Vorbereitungssitzung vom 23. November 2011 für die Dezembersession des Grossen Rates im Kloster Disentis hat sich die CVP Fraktion unter der Leitung von Fraktionspräsident Marcus Caduff mit einem ersten Teil der Totalrevision des Schulgesetzes auseinandergesetzt. Dabei ist die Fraktion einstimmig der Meinung, dass in der Primarschule zuerst eine Kantonssprache und dann Englisch gelernt werden soll. Dies soll ein klares Zeichen für die Dreisprachigkeit und den Zusammenhalt in Graubünden sein. Auch ist die CVP nicht bereit, das vor gerade drei Jahren mit grossem finanziellem und personellem Aufwand eingeführte Sprachenkonzept nun schon wieder über den Haufen zu werfen. Die CVP spricht sich im Grundsatz für Blockzeiten in der Primarschule aus. Der Besuch der betreuten Randlektionen während der Blockzeiten soll jedoch freiwillig sein. Dies würde allzu lange Schulzeiten vorab für jüngere Primarschüler vermeiden, die Betreuung im Elternhaus und das Ausüben eines Hobbys ermöglichen und vor allem auch Kosten sparen. Die Fraktion kann der Erhöhung der jährlichen Schulzeit von 38 auf 39 Schulwochen zustimmen, fordert dann aber auch eine Reduktion der wöchentlichen Lektionenzahl für die Schülerinnen und Schüler. Andernfalls würde die im interkantonalen Vergleich heute schon sehr hohe Stundenbelastung der Bündner Schülerinnen und Schüler noch weiter ausgebaut. Nicht zuletzt möchte die CVP im Gesetz festgehalten haben, dass die Volksschule eine gemeinsame Aufgabe des Kantons und der Gemeinden ist.  

Die CVP Fraktion spricht sich für einen Verpflichtungskredit von 2.6 Mio. Franken für die Finanzierung der Erneuerungsinvestitionen der Hochschule für Technik Buchs (NTB) aus. Sie spricht sich jedoch klar gegen einen Rückzug des Kantons Graubünden als Träger der NTB aus. Dies würde eine Schwächung des Wirtschaftsstandortes und des Bildungsplatzes Graubünden bedeuten.  

Bezüglich der Umsetzung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes unterstützt die CVP Fraktion einstimmig die Kommissionsminderheit, welche das Kantonsgericht als Aufsichtsbehörde für die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vorschlägt.   Trimmis, 24. November 2011 Beat Niederer, Grossrat, Mediensprecher Fraktion
 
 


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