Von: Martin Candinas, PR- u. Marketingverantwortlicher
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Bundespräsidentin Doris Leuthard besuchte auf Einladung der CVP Graubünden am letzten Freitag, den 5. März 2010 Disentis. Sie hielt im Peter Kaiser Saal des Klosters einen spannenden Vortrag über „Chancen für die regionale Entwicklung“.
Zur Wirtschaftskrise meinte die Bundespräsidentin: „Wir haben die Wirtschaftskrise im letzten Jahr gut überstanden. Wir sind das innovativste Land der Welt. An den Berufsweltmeisterschaften wurden wir Vize-Weltmeister in der Nationenwertung.“ Und zur Regionalpolitik sagte sie: „Der Wechsel zur Neuen Regionalpolitik wurde in Graubünden bestens durchgeführt. Graubünden ist diesbezüglich Spitze. Man hat realisiert, um was es geht. Es werden nicht Infrastrukturen, sondern innovative Projekte unterstützt.“ Vorgängig hat die Bundesrätin dem Kloster Disentis einen Besuch abgestattet und mit der Klostergemeinschaft Disentis das Nachtessen eingenommen.
Nach dem Referat der Bundespräsidentin fand ein Podiumsgespräch zur regionalen Entwicklung statt. An diesem Gespräch nahmen
Abt Daniel Schönbächler,
Prof. Peter Rieder, der Leiter des Amtes für Landwirtschaft
Aurelio Casanova,
Grossrätin Margrit Darms-Landolt und die CVP-Regierungsratskandidaten
Barla Cahannes Renggli und
Dr. Mario Cavigelli teil.
Im Gespräch sagte
Grossrätin Barla Cahannes Renggli zur Bildungspolitik: "Gute Bildungszentren sind Standortfaktoren. Als wegweisendes Beispiel nenne ich hier die Gründung der Bildungsregion Surselva. Die Verantwortlichen haben erkannt, dass wir keine Arbeitsplätze schaffen können, wenn wir nicht gleichzeitig gute Strukturen für die Familien anbieten. Die Schulen gehören dazu. Nur so kann die Abwanderung gestoppt werden und neue Familien wieder in unsere Regionen geholt werden".
CVP-Fraktionschef Mario Cavigelli meinte zur Tourismuspolitik: „Die vorliegenden Vorschläge für die Tourismusfinanzierung sind noch nicht befriedigend. Es bestehen mehr als nur Kinderkrankheiten bei beiden Varianten. Am vorteilhaftesten dürfte sein, wenn die Diskussion auf der Basis einer kantonal geregelten Finanzierungslösung weiter geführt wird".
Die Diskussion wurde von Alt-Standespräsident Corsin Farrér geleitet. Der Abend wurde mit einem Apéro abgeschlossen.
Der öffentliche Anlass begann bereits am späteren Nachmittag mit einem Rundgang im Center Sursilvan d’Agricultura, dem Landwirtschaftszentrum der Surselva zur nachhaltigen Förderung und Vermarktung regionaler Produkte. Danach fanden Kurzvorträge von
Dr. Pierre Coulin, Geschäftsleiter Center Sursilvan d’Agricultura und
Professor Dr. Thomas Bieger, Uni St. Gallen und Schulratspräsident des Gymnasiums der Klosterschule Disentis zum Thema „Innovation und Wertschöpfung in der Region“. Grossrat Hans Geisseler leitete die anschliessende Diskussion.
Organisiert wurde dieser öffentliche Anlass von der CVP Graubünden, dem Center Sursilvan d’Agricultura und dem Kloster Disentis. Den Kontakt zur Bundespräsidentin stellte ihr persönlicher Mitarbeiter Daniel Büchel her, der vor einigen Jahren die Maturität an der Klosterschule Disentis absolvierte. Ein Beweis, dass Disentiser Absolventen gefragt sind – auch im Volkswirtschaftsdepartement.