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Geschichte der CVP Frauen GR


   
CVP Frauen Graubünden
 
Die Geschichte der CVP Frauen Graubünden beginnt mit der Einführung des Frauen­stimm- und Wahlrechts im Jahre 1971 auf Bundes- wie auf Kantonsebene. Zwar wur­den im Kanton Graubünden die Gemeinden bereits 1962 ermächtigt, das Frauen­stimm- und Wahlrecht in den einzelnen Gemeinden einzuführen. Von diesem Recht machten bis 1970 jedoch nur gerade 15 von 219 Gemeinden Gebrauch, unter den we­nigen war im Jahr 1968 auch die Stadt Chur. Schliesslich mussten 1983 im Kanton Graubünden noch 13 Gemeinden verpflichtet werden, das Frauenstimm- und Wahl­recht auf Gemeindeebene einzuführen.
 
Bei den ersten Grossratswahlen nach Einführung des Frauenwahlrechts 1973 wurde seitens der CVP Ida Derungs-Keller aus Chur auf Anhieb als erste und einzige Frau gewählt. Während Jahren war sie die alleinige Vertreterin der Frauen in dieser Fraktion. Schliesslich sollte mit Heidi Derungs-Brücker eine Parteikollegin gewählt werden; die Abspaltung der CSP von der CVP verhinderte dies schliesslich jedoch. Ida Derungs wurde 1986/1987 als erste Frau Standespräsidentin des Kantons Grau­bünden. Eine CVP-Frau besetzte in diesem Jahr also das Amt der höchsten Bündnerin. Das Standespräsidium bildete den krönenden Abschluss der politischen Karriere von Ida Derungs.
 
Um den Frauen den Zugang zur Politik zu erleichtern, wurde auf Initiative ei­niger Frauen am 19. März 1983 im Sinne einer kantonalen Vereinigung gemäss Art. 3 der damaligen Statuten der CVP Graubünden die Arbeitsgemeinschaft CVP-Frauen Graubünden gegründet. Erste Koordinatorin war Marie-Louise Nay-Bernhard, Chur. Der Vorstand oder das Team, wie es damals hiess, setzte sich aus vier weiteren aktiven Frauen zusammen. Bereits am 23. August 1983 fand die erste Tagung in Ilanz statt. CVP-Nationalrätin Elisabeth Blunschi-Steiner aus Schwyz (die erste National­ratspräsidentin der Schweiz) referierte als Mitglied der Expertenkommission des Bundes über die wichtigsten Revisionspunkte zur 10. AHV-Revision. Am 1. Januar 1986 übernahm Gheta Cabrin-Seeli aus Falera die Koordination der CVP-Frauen, die sie bis zum Jahre 1993 innehatte. Gleichzeitig war Gheta Cabrin-Seeli Vizepräsidentin der CVP Grau­bünden. Zur Jahresversammlung vom 9. März 1987 konnten bereits über 200 aktive Frauen eingeladen werden. Die Veranstaltungen der CVP-Frauen waren nicht nur frauenspezifischen Problemen gewidmet, sondern allen politischen Themenbereichen.
 
Einen besonderen Höhepunkt für die CVP-Frauen Graubünden bildete die Durchführung der Delegiertenversammlung der CVP-Frauen Schweiz am 23. Oktober 1993 im Grossratssaal in Chur. Die neue Koordinatorin Monika Keller aus Chur und Sta. Maria i.C. konnte über 100 Frauen aus der ganzen Schweiz begrüssen. Gast war CVP-Bundesrat Flavio Cotti, welcher für seine besondere Unterstützung in der Frau­enförderung mit dem "Prix des Femmes" ausgezeichnet wurde.
 
Nach der Statutenänderung der Mutterpartei im November 1998 revidierten auch die CVP-Frauen das Reglement der Arbeitsgemeinschaft der CVP-Frauen Grau­bün­den vom 19. März 1983. Unter der Präsidentin Silvia Degiacomi aus St. Moritz wur­den die neuen Stauten der Vereinigung im Sinne der Statuten der CVP Graubünden am 17. Ja­nuar 2002 genehmigt. Die CVP-Frauen Graubünden (Dunnas PCD Grischun, Donne PDC Grigioni) bilden eine Basisorganisation der gesamtschweizerischen Dachorgani­sation der CVP-Frauen Schweiz.
 
 Die Grossrätinnen der CVP Graubünden 
 
Ida Derungs-Keller, Chur, 1973-1987; Elisabeth Vincenz, Schlans, 1991-1994; Durisch-Vieli Judith, Chur, 1994-1997; Rina Steier-Peduzzi, Savognin, 1994-2000; Anni Zarn-Joos, Landquart, 1994-1997; Silvia Degiacomi, St. Moritz, 1997-2000; Giovanna Giuliani, Poschiavo, 1997-2003; Laetitia Cavegn-Kaiser, Ilanz, 1997- ; Barla Cahannes Renggli, Chur, 2000-; Caludia Kleis-Kümin, Thusis, 2003-; Martina Zarn, Landquart, 2003-.
 
Für das Amt des Regierungsrats hat bis zum Jahr 2003 keine CVP-Frau kandi­diert. Ebenso wurde bis heute keine CVP-Frau aus Graubünden nach Bern berufen.
 
 
(aus Festschrift 100 Jahre CVP Graubünden)  



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